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""Das Fahren in der privaten Kutsche entfaltet sich im 19. Jahrhundert wie nie zuvor. Im Zeitalter der Industrialisierung dreht das Rad der Geschichte geschwinder, auch die Wagen rollen schneller – und häufiger. Neue vermögende Gesellschaftsschichten entwickeln nach der französischen Revolution ein großes Mobilitäts- und Repräsentationsbedürfnis. Dieser Prozeß bewirkt einen Boom im Luxuswagenbau zwischen 1840 und 1880 in den großen europäischen Städten, allen voran in London, Wien, Paris sowie in Berlin. Während vieler Jahrzehnte entstehen in spezialisierten Werkstätten – sowie zunehmend in Fabriken – laufend neue Modelle. Die Techniken werden erweitert und verfeinert, die Modellvielfalt und der Absatz steigen, bis dann um 1900 eine Stagnation eintritt und schließlich die wachsende Konkurrenz der Automobile die pferdegezogenen Luxuswagen zum Verschwinden bringt. Im Band I steht die Kulturgeschichte der Equipagen im Vordergrund. Dabei wird das Umfeld der Kutschen mit den Besitzerinnen und Besitzern, Mitfahrenden, Kutschern und Wagenpferden integral berücksichtigt, also die Equipage als Ganzes behandelt. Grundlage dafür sind Reproduktionen herausragender Qualität von Musterblättern, Bildern und Fotografien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Dazu kommt eine Analyse der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung in jener Zeit mit einem Überblick über die 50 renommiertesten Wagenfabriken Europas. Im Band II wird die reiche Fülle der in Europa hauptsächlich verbreiteten Wagenmodelle des vorletzten Jahrhunderts aufgrund der wichtigsten historischen Quellen systematisch geordnet vorgestellt. 63 gängige Luxuswagen werden durch den Lauf der Zeit verfolgt. Sie geben einen repräsentativen Querschnitt durch die beeindruckende Formenvielfalt der historischen Kutschen von der schweren herrschaftlichen Coach bis zum leichten, sportlichen Zweirad. Der zweite Band ist als Bestimmungsbuch konzipiert, aus dem Modell- und Typenbezeichnungen sowie Datierungen abgeleitet werden können. Dieses Werk beruht auf der Auswertung von ehemals führenden Wagenbau-Zeitschriften des französischen, englischen und deutschen Sprachraums. Dazu kommen faksimilierte Alben der bedeutendsten Kutschenfabriken Europas und viele Fotos aus bisher weitgehend und publizierten Privatsammlungen von historischen Kutschen. Damit werden die beiden Bände mit ihren zahlreichen Abbildungen zu einem wichtigen Grundlagenwerk der Wagenmoden des 19. Jahrhunderts, die den Grundstein für das Zeitalter des Automobils gelegt haben"--Provided by publisher."@en
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